Velvet Underground-Selfie

Selfie-with-Banana

Andy Warhol hatte eine intensive Beziehung zu Lebensmitteln. Zu Bananen, zum Beispiel – oder zu Suppendosen. Wem Pop Art nur ein müdes Gähnen (oder ein mentales Fragezeichen) entlockt, der kennt mit Sicherheit das Cover von „The Velvet Underground & Nico“, geziert von einer gelben Frucht. Die Welt der Kunst wäre nicht die Scheinwelt der Kunst, wenn sie sich nicht kaputt zitieren würde. Sonst würde ja jeder die geistigen Raubzüge verstehen, letztlich klaut jeder von jedem. Und so zieht auch der Sprayer Thomas Baumgärtel seinen Hut vor Warhol – mit den über 4000 Bananen, die er seit 1986 an Museumswänden hinterlassen hat. Als ich so durch die Gassen von Merida spaziere, liegt vor mir eine Bananenschale. Ich denke an Andy, Nico, Thomas und weil ich heute mal einen schicken Hut trage, integriere ich mich mit ins Bild.

8 Kommentare zu „Velvet Underground-Selfie

  1. Ein faszinierendes Schattenbild: der Betrachter weiß nicht, was Kopf, was Gliedmaßen oder was überhaupt irgendwas ist. Ein wenig erinnert die Form an einen dieser Material-Unfälle eines Töpferkurses für Anfänger … Am Ende ist es dann wohl doch eine Blumenvase. Ach, und die Banana ist natürlich auch sehr schön. Alles ist Kunst. Und schön, dass der Blog wieder zurück ist! Sehr schöne neue Umgebung.

  2. Sieht fesch aus der Hut, stand dir bestimmt super! Apropos Pop und Art: Dein großes Idol H.P. Baxter hat seine Kunst kommerzialisiert und macht jetzt Werbung für Edeka.

    1. Lieber OB, da musste jetzt durch, der Kommentar wird freigeschaltet, sei nicht so eitel. Es gibt ohnehin zu wenig Diskussionen (auf meinem Blog) und beim Töpferkurs musste ich laut lachen. Schöne Grüße, Christine

  3. Wie schön: Charivari is back in da house!
    Hatte Deinen Blog schon vermisst. Aber wo ist denn das Archiv geblieben?? Ich hatte doch noch etliche Texte gar nicht gelesen 😦
    Und H. P. Baxter als neuer Edeka Coverboy: Supergeil!
    Dass ich das hier erfahre… Cooler Blog oder verschnarchter Leser ??

    1. Ja, Martin, der Kinschtler hat mal wieder Lust zu schreiben. Mein Werk unterliegt meiner Launenhaftigkeit, die, wie du weisst, sehr ausgeprägt sein kann. Das mit H.P. Baxter ist natürlich bitter für mich. Ich halte ihn für eine subversive Kraft im Musikbetrieb. Und jetzt tut er es dem dicken peinlichen Mann gleich. Edeka! Himmel, eine Erdspalte tue sich auf. Was das Archiv betrifft. Hinfort damit, was schert uns das Geschwätz von vorgestern.

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