Mapplethorpes Gemüse-Fetisch

Unergründliches Menschenherz – manchmal tun wir genau die Dinge, die wir nicht mögen. Mapplethorpes Bildwelt zitieren, zum Beispiel. Mit Mapplethorpes Fotos – oder mit dem Großteil seines Werks – kann man mich normalerweise jagen, schneller laufe ich nur bei Anne Geddes. Mapplethorpe, das sind für mich plumpe Aktfotos – überzogen mit einer „gnädigen Schwarzweiß-Soße“. Naja. Einfach nicht mein Geschmack.

Dennoch gibt es eine Sparte in seinem Werk, die ich ziemlich großartig finde. Und das sind die Stillleben. Es ist irgendwie grotesk: Er kann Gemüse und Obst so fotografieren, dass es ziemlich geheimnisvoll und lebendig aussieht, aber wenn er Menschen fotografiert, finde ich die Bilder einfach nur aufdringlich und langweilig.

Als ich an diesen Kakteen vorbeiging, haben sie geschrien: „Mapplethorpe, Mapplethorpe“. Es ging nicht anders, ich musste sie fotografieren. Aber ohne Schwarzweiß-Soße, dieses dunkle Grün war so herrlich mysteriös. Ich finde, die Pflanzen sehen ein wenig aus wie Tabaluga, der kleine Drache. Oh Gott, jetzt wird’s echt schlimm, ich glaub ich brauch nen Drink. Hoffentlich bekomme ich keinen Alptraum, in dem Peter Maffay oder Robert Mapplethorpe auftauchen.

3 Kommentare zu „Mapplethorpes Gemüse-Fetisch

  1. Ich sehe in den Kakteen eindeutig Yoda aus Star Wars. Sagt auch was aus über mich? Der neue Rohrschach-Test, dein Bild?

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